Sarah Lena Rickert

In der Kunst, wie im Leben, geht nichts ohne Disziplin und Entschlossenheit. Besonders wichtig wird diese Maxime am Anfang. Sarah-Lena Rickert drängte entschlossen und diszipliniert aus der Sphäre des Designs, also der nützlichen Bilder, zur autonomen Kunst. Sie wählte als Leitthema, das einen legendär offenen Horizont eröffnet, die Figur. Die feenhaft anmutenden Wesen erwecken den Anschein, als seien sie einer Sage oder verwunschenen Szenerie entsprungen. Ihr gelegentlich maliziöses, zuweilen gar diabolisches Erscheinungsbild, prädestiniert sie in den zeitgenössischen Szenen eine Rolle zu spielen.

Ihr Material ist weitgehend das Papier. Es durchläuft in raffiniert gesteigerten Farb - und Formgebungen Prozesse, die wie Häutungen wirken. Am Ende steht die Collage. Sie führt verschiedene Materialen zusammen, mit dem Ziel etwas Geistiges zu erschaffen - ein Bild jenseits des Materialhaften- so entstehen vielfarbige und vielschichtige Annäherungen an die menschliche Figur. Sie scheint zugleich greifbar und entzieht sich doch jeweils wieder. Die Künstlerin strebt, wie es schon die Künstler des Surrealismus taten, Bildern nach, die aus den Tiefenschichten der Seele stammen. Deren Urbild, der Schmetterling, ist von der Antike bis zum Surrealismus geläufig .


Vita

geb. 1986 in Aurich
2013 Abschluss an der Bildkunst Akademie Hamburg in Grafik- und Illustrationsdesign
lebt und arbeitet in Hamburg


Ausstellungen

2016
Gruppenausstellung mit Stohead, Julian Hoffmann, Niclas Castello, Armin Völckers, Dominik von Winterfeld, Lois Renner, Petra Dannehl
Galerie Schimming
Hamburg

2015
Einzelausstellung Galerie Schimming, Hamburg

2014
Gruppenausstellung Salon der Gegenwart, Hamburg