Florian Borkenhagen - Hot Dock

HOT DOCK

Seine neue Ausstellung erzählt von „Werften, Kais, Lagern, Schiffen – vom Kommen und Gehen,“ schreibt der Journalist Wolf Jahn, der bei der Vernissage das Künstlerinterview führen wird. Im Mittelpunkt von Borkenhagens Schaffen steht wieder der Hafen: Heimat, Sehnsuchtsort, Zeuge von Abschieden und Ankünften – schön und schäbig, geschäftig und träge, geheimnisvoll und trist. Wie kein anderer ergründet und entzündet der Bildhauer und Fotograf die Poesie des Liegengelassenen, Vergessenen und Unsichtbaren. Seine Werke sind eine Verbeugung vor ächzenden Industrieanlagen, beispiellosen Formen und überflüssig gewordenen Gebrauchsgegenständen. Dabei verliert sich der Professor für Design nicht in anmutiger Nostalgie – im Gegenteil: seine Exponate sind einerseits vom Hafen inspirierte hochmoderne Formexperimente und andererseits aus Fundstücken zusammengesetzte Neuinterpretationen. Wer die Verbindung sucht, findet sie – wer sie nicht sucht ist dennoch angeregt. Auch wer Borkenhagen bereits als Künstler kennt wird überrascht sein: schrille Formen, Farben und Materialien, dazu ein schier unerschöpflicher Bestand an Fundstücken. Mal entsteht unter seiner Fantasie hochmodernes Design mit Gebrauchswert, mal versorgt er abgewirtschaftete Gebrauchsgegenstände mit einer ‚zweiten Luft’. Es inspiriert und macht Spaß, dem Künstler Florian Borkenhagen in seine Welt zu folgen, in der Absurdes aus Naheliegendem geschaffen wird und sich Design in Kunst wandelt.

Galerie-Ausstellung: 30. November bis 8. Dezember 2019 im Klosterwall 13.