Yvette Kießling - [cast a•way]

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Yvette Kiessling überrascht mit ihren Landschaftsbildern durch eine eigenwillige Handschrift. Ihre Motive sind so alt wie die Erde: Fluss, Meer, Gebirge, Gletscher, Wald, Wolken. Diese Urformen der Natur wurden in der Geschichte der Landschaftsmalerei mit Pathos aufgeladen. Hiervon ist in den Bildern nur noch ein ferner Nachhall zu spüren. Die Uferböschungen, Baumreihen oder Flussläufe bieten keine heroischen oder romantischen Anblicke. Innerhalb der jüngeren Leipziger Malerei spielt die Landschaft eine untergeordnete Rolle, weil die gegenwärtige Szenerie von narrativer oder abstrakter Malerei dominiert wird. Umso bemerkenswerter erscheint eine künstlerische Position, die unverkrampft und subjektiv mit dem Ballast einer traditionellen Gattung und der Begegnung mit der Natur umgeht.

Galerie-Ausstellung: 11. April bis 18. Mai 2019 im Jungfrauenthal 4