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Galerie Schimming
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Phantom Limb, Oskar Rink, Ausstellungsansicht Galerie Schimming Hamburg 2026
HamburgArchiv

Phantom Limb

Oskar Rink

4. September – 2. Oktober 2026

Ein Phantomglied ist ein Körperteil, das nicht mehr da ist und trotzdem gespürt wird. Oskar Rink macht daraus Malerei: Im Zentrum der Schau steht ihre neue Serie scratch. Hände lösen sich von ihren Körpern, greifen, halten und kratzen sich gegenseitig, eine Geste zwischen Zärtlichkeit und Übergriff. Immer wieder überschreiten die Motive den Bildrand: Zugeschnittene Holzelemente setzen die gemalte Hand über die Kante des Trägers hinaus fort, sodass ein Finger physisch in den Raum ragt. Wir zeigen fünfzehn Arbeiten aus den Jahren 2025 und 2026, überwiegend großformatig, in Öl, Kohle und Mischtechnik auf Leinwand und Holz.

Der Ausstellungstitel Phantom Limb verweist auf das Phänomen, etwas nicht mehr Vorhandenes weiterhin zu spüren. Diese Vorstellung durchzieht die Ausstellung wie ein Leitmotiv: Oskar Rinks Arbeiten beschäftigen sich mit den sichtbaren und unsichtbaren Schichten unseres Erlebens, mit Erinnerungen, die nachwirken, mit Räumen, die innere Zustände spiegeln, und mit Bildern, die sich erst nach und nach erschließen.

Waren es lange vor allem geometrische Formen und Gegenstände, die stellvertretend für menschliche Erfahrungen standen, treten in den neuen Arbeiten vereinzelt Figuren und lebendige Formen in Erscheinung. Dennoch bleibt das Objekt ein zentraler Träger von Erinnerung und Bedeutung: Alltagsgegenstände werden zu emotional aufgeladenen Symbolen, die von Nähe, Abwesenheit und Veränderung erzählen.

Eröffnet wurde die Ausstellung am 3. September 2026 im Rahmen der ersten Hamburg Art Week „Crossing Currents“. Zu sehen bis zum 2. Oktober 2026 im Jungfrauenthal 4.

Ausstellungsansichten

Werke der Ausstellung

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