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Galerie Schimming
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Drehmoment, Installationsansicht 1, Galerie Schimming Hamburg 2025

Florian Borkenhagen

Prof. Florian Borkenhagen (*1959) formt aus Fundstücken und Alltagsobjekten skulpturale Assemblagen mit feiner Ironie.

Werke

Frühere Arbeiten · 25 Werke – teils noch verfügbar, Auskunft auf Anfrage

Ausstellungen

3 weitere Ausstellungen

Über Florian Borkenhagen

Im Mittelpunkt von Borkenhagens Schaffen steht wieder der Hafen: Heimat, Sehnsuchtsort, Zeuge von Abschieden und Ankünften, schön und schäbig, geschäftig und träge, geheimnisvoll und trist. Der Bildhauer und Fotograf ergründet die Poesie des Liegengelassenen, Vergessenen und Unsichtbaren.

Seine Werke sind eine Verbeugung vor ächzenden Industrieanlagen, eigenwilligen Formen und überflüssig gewordenen Gebrauchsgegenständen.

Dabei verliert sich der Professor für Design nicht in anmutiger Nostalgie. Im Gegenteil: Seine Exponate sind einerseits vom Hafen inspirierte, moderne Formexperimente und andererseits aus Fundstücken zusammengesetzte Neuinterpretationen. Wer die Verbindung sucht, findet sie. Wer sie nicht sucht, wird dennoch angeregt.

Die Ausstellung des Künstlers "Hot Dock" in der Galerie Schimming gleicht einem Theaterstück, die Skulpturen sind Schauspieler und Bühnenbild zugleich: Ihre Geschichte erzählt sich ohne Worte. Wild und witzig. Auch wer Borkenhagen bereits als Künstler kennt, wird überrascht sein: schrille Formen, Farben und Materialien, dazu ein schier unerschöpflicher Bestand an Fundstücken. Mal entsteht unter seiner Fantasie modernes Design mit Gebrauchswert, mal versorgt er abgewirtschaftete Gebrauchsgegenstände mit einer ‚zweiten Luft‘.

Es inspiriert und macht Spaß, dem Künstler Florian Borkenhagen in seine Welt zu folgen, in der Absurdes aus Naheliegendem geschaffen wird und sich Design zu Kunst wandelt.

Vita & Ausstellungsliste

Vita

Die Arbeiten Borkenhagens bewegen sich bewusst an der Schnittstelle von Kunst und Design. Seine Skulpturen laden häufig zur Interaktion ein, während seine Entwürfe im Möbel- und Interiordesign oft skulpturalen Charakter haben.
Seit 1982 stellte Borkenhagen in zahlreichen Galerien und Museen in Europa und den USA aus, u. a. auf der documenta 8 in Kassel. In den neunziger Jahren gründete er das interdisziplinäre Laboratorio Como, wo er u. a. das Design- und Skulpturenkonzept der Industriearchäologie entwickelte. 1997 war er Mitinitiator von First Aid for Bad Art, einem Erste-Hilfe-Projekt für „schlechte Kunst“. Zuletzt sorgte sein Skulptur-Projekt travel a head für Aufsehen. Eine vier Meter hohe Kopfskulptur reiste zwischen 1998 und 2000 auf Containerschiffen um die Welt.
Borkenhagen arbeitet zusammen mit Künstlern, Designern, Architekten, Philosophen, Film- und Theatermachern und Industrieunternehmen. Er leitet Workshops in Europa und Afrika und beteiligt sich an Seminaren.

Ausstellungen (Auswahl)

2016
between all chairs, ammann//gallery, Köln
2015
one and many chairs, ammann//gallery, Köln
2010
Design Miami/Basel, Miami Babel; Cologne Fine Art & Antiques, Design Lounge
2009
ammann//gallery, Köln, TransSakrales
2005
Galerie Ruth Sachse Hamburg, Wo ist geerdet
2003
Hamburg, Fernweh - Heimweh
1998
Vitra Design Museum, Weil am Rhein, Bewußt einfach
1997
Mott Gallery New York City, Unclaimed Cities - Abandoned Desires; Documenta X Kassel, First Aid for Bad Art; Abidjan, travel a head
1996
Lichthaus Remagen Köln, Passagen; Kennedy Park DGI Düsseldorf, Florian Borkenhagen; Wichers Hamburg, Neuigkeiten; Nicexpo Kunstmesse Nizza, D'art direct; Toronto, Deutsches Design; Kopenhagen Deutsches Design
1995
Galerie Blau Freiburg, Industrie Archäologie; Art Hotel Nabern, Möbel für unterwegs; München Landpartie; Museum Mathildenhöhe Darmstadt, e.g.o. kosmos
1994
Galeria Giacomo Manoukian Como, No ma di lusso; Commune di Como Iconografia; Galerie Blau Freiburg, Allez les bleus; Museum für Kunsthandwerk Frankfurt a. M., 6. Triennale; Galeria Roberto Lietti Como, Laboratorio Como; Design Horizonte Frankfurt a. M., Felt Filz
1993
Galerie Quo Vadis Stuttgart, Ökumenische Habseligkeiten; Galerie am Wasserturm Konstanz, Revolta; Gärtner Hamburg, Kreuz
1992
Wunderhaus München, Hommage an Kolumbus; Transmöbel Mailand; Newspace Art Atelier Salem, Como di notte; Artmobiliar Hamburg, Möglichkeitsobjekte; Mediale Hamburg, Restroom
1991
Burda News Berlin, Die innere Mogelei
1990
Kunstverein Hamburg, Heimspiel; Colonna Hannover, Fundsachen und Denkbares; Galerie Quo Vadis Stuttgart Spass beiseite
1988
Eröffnungsausstellung Frankfurt a. M., Art to Use; Galerie Möbel perdu Hamburg Inventar; Ornamenta 1 Pforzheim
1987
documenta 8 Kassel
1985
Eröffnungsausstellung Hannover, Anthologie Quartet
1984
Kunstverein Hannover, Neutronensturm
1982
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Möbel Perdu - Schöneres Wohnen
1998–2000 Hamburg, New York City, travel a head

Weitere Künstler der Galerie

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